
Bio-Baumwolle
Bio-Baumwolle – mehr als ein Trend
Bio liegt im Trend. Das Bewusstsein für ökologische und soziale Komponenten von Lebensmitteln und Kleidungsstücken wächst. Dies zeigt sich nicht zuletzt auch in einem veränderten Kaufverhalten. Mit dem Kauf eines bestimmten Produktes leiste ich einen bewussten Beitrag für oder gegen bestimmte Produktionsbedingungen. Nach dem Boom der Bio-Lebensmittel erweitert sich der Fokus nun auf Bio-Textilien. Das Interesse für ökologisch angebaute Baumwolle sollte allerdings mehr als nur ein Trend sein. Worauf gilt es dabei zu achten?
Verwirrende Bio-Siegel-Vielfalt
Wer als bewusster Verbraucher gezielt nach ökologisch und sozial korrekt produzierter Baumwolle Ausschau hält, sah sich lange Zeit mit einer verwirrenden Vielfalt der Bio-Siegel konfrontiert. Anders als etwa bei Lebensmitteln kann jeder Hersteller seine eigene Definition von Bio als Maßstab nehmen. Oftmals wird dabei nur ein kleiner Teil der Produktionskette berücksichtigt. Deshalb muss ein vertrauenswürdiges Siegel den gesamten Produktionsprozess zertifizieren, vom Saatgut über den Anbau, die Weiterbehandlung und Verarbeitung, bis hin zum Endprodukt.
Das GOTS-Label bietet Sicherheit
Ein solches unabhängiges und umfassendes Qualitätszeichen liegt seit August 2008 vor. Der Global Organic Textile Standard, kurz GOTS, steht für die Kontrolle der gesamten Produktionskette und soll zum internationalen Standard für sozial- und umweltverträgliche Textilproduktion werden. Entwickelt wurde dieses neue Label vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN), der britischen Soil Association (SA), der US-amerikanischen Organic Trade Association (OTA) und der Japan Organic Cotton Association (JOCA). Solchermaßen zertifizierte Produkte müssen strenge Richtlinien erfüllen:
- Ein Produkt muss aus mindestens 90% Naturfasern bestehen, höchstens 10% dürfen aus synthetischen Fasern oder Viskose sein. Ein erhöhter Synthetik-Anteil von bis zu 25% ist nur bei Socken, Leggins und Sportbekleidung erlaubt. Unabhängig davon müssen insgesamt mindestens 70% der Fasern von Pflanzen oder Tieren aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammen. Dabei wird auf synthetische Pflanzenschutzmittel, Dünger und Gentechnik verzichtet und auf artgerechte Tierhaltung gesetzt.
- Bei der Aufbereitung der Baumwollfasern sind bestimmte chemische Prozesse nicht erlaubt, etwa das Chlorieren von Wolle. Als Bleichmittel darf lediglich Sauerstoff eingesetzt werden.
- Im gesamten Produktionsprozess sind bedenkliche Substanzen verboten. Dazu zählen beispielsweise giftige Schwermetalle, Formaldehyd, aromatische Lösungsmittel, Chlorphenole oder bestimmte Halogenverbindungen. Die verwendeten Substanzen müssen biologisch abbaubar sein.
- Produkt-Accessoires müssen aus Naturfaser oder Viskose sein. Dazu zählen beispielsweise Schulterpolster oder Applikationen. Um das Allergierisiko zu vermindern, darf Reißverschluss-Metall weder Chrom noch Nickel enthalten.
- Der Global Organic Textile Standard definiert die durch die Betriebe einzuhaltenden Sozialkriterien. Grundlage dafür sind die Richtlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dazu gehört das Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Misshandlung oder Diskriminierung. Hinzu kommt die Verpflichtung zur Zahlung existenzsichernder Löhne. Arbeitsschutzmaßnahmen und Vereinigungsfreiheit sind ebenso vorgeschrieben.
- Die Einhaltung von Rückstandsgrenzwerten ist für alle Endprodukte festgeschrieben. Grundlage ist eine Liste gesundheitsgefährdender und umweltbelastender Stoffe.
- Um die Einhaltung der GOTS-Richtlinien zu überprüfen, werden regelmäßige Kontrollen in sämtlichen am Herstellungsprozess beteiligten Betrieben durchgeführt. Kontrollen können auch unangemeldet durchgeführt werden. Alle Betriebe sind verpflichtet über ihre Betriebsmittel Buch zu führen. Dadurch wird eine höchstmögliche Transparenz erreicht.
Die BIOnature Kollektion ist GOTS-zertifiziert
Die exklusive BIOnature Kollektion bei PENNY wird nach den Zertifizierungskriterien von GOTS kontrolliert und hergestellt. So können Sie sicher sein, qualitativ besonders hochwertige Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau zu erwerben.


